Frühjahrsmüdigkeit

Wer kennt das nicht? Die Sonne scheint, die ersten Blümchen spriessen, die Vogel zwitschern…

Nur wir, wir kommen einfach nicht in die Gänge. Im Frühling leiden wir gerne mal unter Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder wir haben einfach keine Kraft oder Lust mehr.
Wir schleppen uns irgendwie durch den Tag. Auch Kreislaufschwächen, Schwindel, depressive Verstimmungen oder Gereiztheit sind in dieser Zeit typisch und können uns mitunter sehr belasten. Und das gerade zu der Zeit, da die Natur endlich wieder zu Leben erweckt?

 

Woher kommt das?

 

Eine gute Nachricht vorweg, es handelt sich um keine Krankheit im eigentlichen Sinn, sondern um eine durch den Jahreszeitenwechsel hervorgerufene Erscheinung. Die Umstellung des Körpers von vermehrter Melatonin („Schlafhormon“) Produktion im Winter auf vermehrte Serotonin („Glückshormon“) Produktion im Frühling / Sommer erschöpft den Körper, und es dauert einige Zeit, bis das Serotonin wieder die Oberhand gewinnt.
Zudem weiten sich bei steigenden Temperaturen die Blutgefässe. Das lässt den Blutdruck sinken und ist ein weiterer Grund für die Müdigkeit, die Kreislaufprobleme und den Schwindel.
Wer sich im Winter nun nicht ausreichend Ruhe gegönnt hat und somit seine natürlichen Ressourcen wieder aufbauen konnte, dem kann es nun an der notwendigen Energie „Qi“ fehlen, dass der Körper für die Umstellung nun braucht.

 

Was kann man tun?

 

Mit Hilfe von Akupunktur / Akupressur, ausgewogener Ernährung (eventuell auch mit einer kleinen und persönlich abgestimmten Kur, die man prima zuhause durchführen kann) und etwas gesunder Bewegung an der frischen Luft lassen sich die Beschwerden recht schnell wieder in Griff bekommen, und man kann den Frühling wieder jede Sekunde geniessen.

 

Frage gerne nach… Ich bin für Dich da.

 


Der Bärlauch, die Wunderwaffe des Frühlings

 

Im Frühling, wenn uns die ersten etwas wärmeren Temperaturen nach draussen locken, strömt uns immer wieder der typische Geruch von Knoblauch in die Nase. Meist in der Nähe von Bächen, am Waldesrand, an einem schattigen und feuchten Plätzchen, da fühlt sich der Bärlauch wohl.

 

Lass Dich das nächste Mal von deiner Nase leiten und sammle ein wenig Bärlauch. Denn er ist ein wahres Wundermittel! Er schmeckt extrem gut, ist dabei jedoch milder als der bekannte Knoblauch und ist nebenbei unglaublich gesund. Er hilft zum Beispiel gegen Frühjahrmüdigkeit, Leistungs- oder Gedächtnisschwäche, Durchblutungsstörungen (kalte Hände und Füsse) und manche Formen des Schwindels. Er ist verdauungsfördernd und regt den Stoffwechsel an. Bärlauch wirkt durchblutungsfördernd, blutreinigend, entzündungshemmend, senkt den Cholesterinspiegel, wirkt harntreibend und schleimlösend; um nun nur einige seiner Wirkungen zu nennen.

 

Bärlauch verwendet man am besten frisch, dann lässt er sich beim Kochen wie Knoblauch verwenden. 

Man kann aber auch Bärlauchbutter zum Grillen vorbereiten oder eine schmackhafte Pesto damit zubereiten. Als Pesto lässt er sich gut im Kühlschrank aufbewahren und den ganzen Frühling über gut zum Essen kombinieren.

 

Hier stelle ich Dir eine interessante Bärlauchpesto - Variante mit Kürbiskernen und Kürbisöl vor.

 

Bärlauchpesto mit Kürbiskernen

 

Bärlauch waschen und trocken tupfen. In einen Mixer geben und mit etwas Ölivenöl, den Kürbiskernen, etwas Salz und Pfeffer und geriebenem Parmesan pürieren bis eine feine Pesto entsteht.

 

Danach mit etwas Kürbiskernöl verfeinern und in ein sauberes Schraubdeckelglas abfüllen.

Für die Haltbarkeit ist es nun wichtig, dass Pestoreste, die evtl. beim Einfüllen am Glasrand hängen blieben, mit einem sauberen Küchentuch entfernt werden und die Pestomasse mit Kürbisöl übergossen wird.

 

Ich wünsche Euch viel Spass beim Ausprobieren und einen guten Appetit!